X-Data, O-Data - Welche Potentiale Data Management birgt.

Aktualisiert: 27. Apr 2019

Big Data hier, Small Data dort, eigentlich schon fast ein omnipräsentes Thema, branchenübergreifend. Da kann man schon manchmal das Gefühl haben, die Orientierung zu verlieren. Das sagt übrigens auch die Statistik: 3 von 4 Geschäftsführern in der Immobilienbranche sind unzufrieden mit Struktur und Aufbereitung ihrer Daten. Und dann soll man das auch noch gewinnbringend und sinnvoll einsetzen. Klingt nach Aufwand. Ist er das Wert, vor allem für kleinere Unternehmen?


X-Data und O-Data, was ist das?

Wieder zwei so "spezielle" Begriffe. Aber keine Sorge, es steckt viel weniger dahinter, als man denkt. Im Endeffekt lassen sich hier zwei Kategorien bilden:

  1. Operative-Daten

  2. Experience-Daten

Während die Ersteren direkt im operativen Geschäft enstehen und von alleine gesammelt werden können. Dazu gehören beispielsweise Verkaufszahlen, Investments, Kundenzahlen, Websitedaten, Mitarbeiterfluktuation, und so weiter.

X-Daten hingegen messen die "Experience", die sowohl Kunden, als aber auch die Mitarbeiter machen. An diese Daten zu kommen, erfordert aktive Recherche durch Gespräche, Umfragen, etc.. Wie wirken Inserate auf die Kunden? Wie ist das Image des Unternehmens? Woran mangelt es den Mitarbeitern?


Doch richtig interessant wird es erst, wenn man diese Daten ins Verhältnis setzt. Denn erst dann erhält man aufschlussreiche Informationen zu Auftragstrends, positiv wie negativ oder einer steigenden Mitarbeiterfluktuation.


So analysierst du deine Daten als kleines Unternehmen

Ganz wichtig vorab: Kleinere Unternehmen haben "Big Playern" gegenüber bezüglich gewisser Aspekte sogar einen Vorteil. Die Datensätze sind meist weniger komplex und umfangreich, was einfach der Größe an sich geschuldet ist. Größere Unternehmen hingegen verfügen über eine regelrechte Datenflut. Diese zu verknüpfen und ihnen damit Herr zu werden ist ein Kapitel für sich.


Versetzen wir uns einmal in die Lage eines Maklerunternehmens. Im Bereich Eigentümerakquise können da oftmals alleine schon die operativen Daten aufschlussreich sein. Man kann sich als Unternehmen hier neben den eigenen Daten auch an vorhandenen Marktinformationen bedienen und diese in seine Verkaufsargumentation einbeziehen. Ihr durchschnittlicher Verkaufspreis liegt über dem der konkurrierenden Privatverkäufer? Perfekt. Einfach die eigenen Verkaufspreise mit den Online-Inseraten vergleichen.


Obwohl man im Immobiliensektor selten etablierte Stammkundschaft entwickelt, es sei denn man bewegt sich im Investorenbereich, kann man dennoch hilfreiche X-Daten erheben. Aus Kundenfeedback lernen lautet hier die Devise. Fehler nicht zweimal machen und Best-Practices zur Routine werden lassen. Denn: Nahezu nirgends ist Empfehlungsmarketing zufriedener Kunden so mächtig wie im Immobiliensektor.


Website-Daten analysieren

Was hoffentlich bereits überall angekommen ist: Wer heutzutage ohne Website unterwegs ist, existiert nicht. Und das Argument "Es läuft auch so gut." zählt nicht, denn wer weiß, wie es dann mit Website laufen würde. Aber nicht nur als Visitenkarte im 21. Jahrhundert funktioniert eine solche Website. Ein wahrer Magnet für Daten ist kann dein Internetauftritt sein.


Nicht nur Fragebögen, Formulare oder Ähnliches produzieren verwertbare Informationen, sondern auch Verhaltensanalysen der Besucher auf deiner Seite oder deinen Seiten. Wie lange bleibt der Nutzer dort? Was wird sich am meisten angesehen? Wo bricht der Kunde ab und verlässt dein Angebot? Stichwort "Customer-Journey". Solche Daten lassen sich leicht mit Google Analytics oder Mouseflow auswerten. Somit erfährst du, welche Marketingmaßnahmen wirkungsvoll sind, welche Themen Zielgruppenrelevant sind und wo sich Potentiale verstecken.


Ist man erfolgreicher, wenn man mit Daten arbeitet?

Studien von Qualtrics zufolge sind Unternehmen, die Daten in ihre Marketingstrategie mit einbeziehen erfolgreicher. Das gilt sowohl für X-Daten, als auch O-Daten. Umgekehrt werden mehr Daten erhoben, wenn das Unternehmen zufriedener mit seiner Marketingstrategie war. Eine Aufwärtsspirale also.


Ganz zu schweigen von der Mitarbeiterzufriedenheit, welche natürlich mit einem vernünftigen Datenmanagementsystem enorm entlastet und unterstützt werden. Somit steigt Mitarbeiterbindung und Produktivität. Wenn das mal keine Gründe sind, in sein Datenmanagement zu investieren.



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