Die perfekte Landing Page.

Landing Pages sind mittlerweile essentieller Bestandteil einer jeden Online Marketing Strategie. Eine gute Conversion Rate hängt dabei auch maßgeblich von dem Aufbau und dem Design ihrer Landing Page ab.



Was ist eigentlich eine Landing Page?

Eine Landing Page besticht durch ihre Einfachheit und wird meist spezifisch auf eine Marketingkampagne abgestimmt. Besucher gelangen entweder direkt über die Google Suche oder über ihre Werbeanzeigen im Internet, beispielsweise auf Facebook, dort hin.


Das Ziel ist dabei natürlich immer, den Besucher von ihrem Produkt oder ihrem Service zu überzeugen und ihn dazu zu bringen, eine bestimmte Handlung durchzuführen, also etwas herunterzuladen, einen Termin zu vereinbaren oder etwas zu kaufen.



Wie baue ich eine Landing Page auf?

Vorab ist es wichtig zu wissen, dass man natürlich keine Schablone liefern kann, wie ihre Landing Page aussehen muss. Vielmehr ist es wichtig, zu verstehen, dass man sich in seine Zielgruppe hineinversetzen sollte, um daraus dann abzuleiten, wie man seine Landing Page strukturiert und aufbaut.


Das bedeutet auch, dass nicht alle im Folgenden vorgestellten Elemente immer zwangsweise auf jeder Landing Page vorhanden sein muss.

Tipp:

Betrachten Sie doch einmal jede ihrer Websites als Landing Page, denn im Endeffekt hat jede einzelne ihrer Seiten eine bestimmte Intention.

Ziel einer Kontakte-Seite: Mehr Anrufe und Mails

Ziel einer Karriere-Seite: Mehr Bewerbungen

Ziel einer Anfahrt-Seite: Mehr Besuche durch Kunden

Man kann also eigentlich jede einzelne Seite seiner Webpräsenz als Landing Page begreifen? Aber woran können Sie sich bei dem Aufbau einer solchen Seite orientieren, was sollte vorhanden sein? Wie strukturiert man sie?


1. Das Logo

Ganz simpel, aber gleichzeitig auch absolut logisch. Der Nutzer möchte wissen, mit wem er es eigentlich gerade zu tun hat, also hat ihr Logo eine absolute Daseinsberechtigung auf der Seite.


Es gibt mehrere Studien dazu, wo das Logo am besten platziert werden sollte, dass es am besten am besten in Erinnerung bleibt. Kurz gesagt eignet es sich in der Regel immer sehr gut das Logo ganz klassisch links oben zu platzieren.

  • Der Nutzer erwartet es dort und ist es so gewohnt

  • In der westlichen Hemisphäre beginnt man links oben zu schreiben

  • Es lenkt die Aufmerksamkeit nicht von dem Kernangebot ab

Möchte man mit seiner Landing Page jedoch größtenteils Publikum adressieren, dass es gewohnt ist, von rechts zu lesen und zu schreiben, sollte man sich natürlich dementsprechend anpassen oder gegebenenfalls von bestehenden Landing Pages aus diesem Bereich inspirieren lassen.


2. Über- und Unterüberschrift

Der durchschnittliche Besucher deiner Landing Page hat nach dem Link-Klick anfänglich eine Aufmerksamkeitsspanne von ca. 8 Sekunden. Die Herausforderung besteht also darin, diese Aufmerksamkeitsspanne zu verlängern, also Interesse bei dem Besucher zu wecken. Dafür sind Headline und Subheadline zuständig.

Es gilt, die unbewusste Frage des potentiellen Kunden zu beantworten: "Wird mein Problem hier gelöst? Ist das der richtige Anbieter für mich?"


Hier kommt es auf ihr Nutzenversprechen an, auch "Unique Value Proposition" (UVP) genannt, an. Aus dieser wird nämlich dann deine Überschrift und Unterüberschrift gebildet. Auch hier kann man nicht pauschalisieren, schließlich geht es ja auch vor allem darum, den Nerv der Zielgruppe zu treffen, was oftmals leichter gesagt als getan ist.

Tipp:

Es gibt dennoch eine kleine Orientierung von uns, quasi die wichtigsten Punkte, beim kreieren ihrer Headline und Subheadline.

  • Kurz, knapp und spezifisch bleiben, sofort das Angebot und den Nutzen kommunizieren

  • In der Unterüberschrift genauer auf Nutzenversprechen eingehen und weitere Vorteile abbilden

  • Mittig, sichtbar im oberen Teil der Landing Page positionieren

  • Schriftgröße und Schriftart gut lesbar (Auf allen Endgeräten)

Wichtig ist, nicht nur plump und das Angebot beschreiben, wie in einer Produktbeschreibung. Es gilt zu vermitteln, dass ihr Angebot ein Problem löst. Das sollte dann bestenfalls bildlich beschrieben werden.


Hier in Beispiel einer sehr gelungenen Landingpage von MailChimp:


Ein sehr beliebtes Tool für automatisiertes Marketing und E-Mail-Marketing. Der Service findet Anwendung in E-Mail-, Marketing- und Newsletter-Kampagnen zahlreicher E-Commerce-Seiten.

Das Leistungsversprechen der Headline ist leicht verständlich: mit dem Tool kann man das eigene Unternehmen voran bringen und mehr Umsatz generieren. Sie ist direkt und kommt sofort auf den Punkt.


In der Subheadline werden dann weitere Argumente und Vorteile angeführt, die dem Besucher helfen, seine Entscheidung für dieses Tool rational zu begründen und zu verstehen, wieso MailChimp der beste Anbieter dieses Tools ist. Es wird bereits von mehreren Millionen anderer Menschen genutzt, ist so hilfreich wie ein zweites Gehirn.


3. Der Hero-Shot

Als Hero-Shot bezeichnet man im Prinzip das Hintergrundbild, auf dem Headline und Subheadline platziert werden. Dort haben Sie die Möglichkeit, das Produkt oder den Service bildlich in Szene zu setzen oder dem Besucher durch bestimmte Stilwelten und Gestaltungen Emotionen zu vermitteln.


Die Kehrseite der Medaille ist, dass ein Hero-Shot vor allem auf mobilen Endgeräten zu höheren Ladezeiten führt und somit die Conversion Rate und die SEO-Performance negativ beeinflussen kann.


Der Hero-Shot spricht die Besucher ihrer Landing Page sofort an, sodass sie das Produkt oder die Dienstleistung am liebsten gleich kaufen wollen. Hier werden Assoziationen für bestehende Probleme, Bedürfnisse und Situationen visualisiert und Gefühle geweckt. PayPal spielt hier gekonnt mit den Bildern hinter ihren beiden Angeboten.



Auch die Sport-Sparte von MINI, John Cooper Works, hat hier sehr gute Arbeit geleistet, denn alternativ lässt sich auch ein kurzes Produkt-Video als Hero-Shot verwenden, denn wie in unserem eBook näher beschrieben, haben Videos noch einmal eine ganz andere Aussagekraft.


4. Der Call-To-Action (CTA)

Eines der absoluten Pflichtelemente, die wirklich auf keiner Landing Page fehlen dürfen ist der so genannt Call-to-Action Button (CTA). Er fordert den Nutzer zu einer Handlung auf oder animiert zu eine Kauf. Das Ziel der Landing Page ist der Klick auf diesen Button.


Folglich darf dieser natürlich nicht versteckt sein, im Gegenteil. Sie sollten dafür sorgen, dass dieser dem Kunden direkt ins Auge springt. Die Blickführung und die Struktur der Seite sollte zu diesem Button führen, da dieser ja die Erfüllung des Ziels darstellt (Conversion).


Eines der am kontroversesten Themen ist dabei die Farbe. Ein Button an sich lässt nicht übermäßig viel Gestaltungsspielraum, weshalb die Farbe eines der zentralen Aspekte der Gestaltung des CTA-Buttons darstellt. Wichtig ist dabei wieder, dass er sich vom Rest der Seite auch farblich abhebt.


Und ab hier wird es psychologisch, genauer gesagt tauchen wir in den Bereich der Farbpsychologie ein. Nicht umsonst sind weltweit Ampeln rot, wenn man stehen bleiben soll. Emotionen und Erwartungen, die bei uns Menschen unbewusst durch bestimmte Farben ausgelöst werden, dürfen niemals unterschätzt werden.


Die Wahl der Farbe ihres CTA kann durchaus über Erfolg oder Misserfolg ihrer Landing Page entscheiden und sich positiv oder negativ auf Conversion Rates auswirken.


Hier ein kleiner Guide von uns, das Thema Farben und visuelles Marketing geht nämlich tiefer, als Sie denken. Wer möchte, kann sich hier den kompletten Blogartikel durchlesen:

https://visme.co/blog/color-psychology-in-marketing-and-brand-identity-part-2/

Tipp:

Hier noch einmal die wichtigsten Punkt zum Thema CTA zusammengefasst:

  • Er ist wirklich als Button erkennbar

  • Er gibt „Feedback“ beim Klicken (z. B. Farbänderung bei Darüberfahren oder Klicken mit der Maus)

  • Er hebt sich farblich (zum Business passend) von anderen Elementen der Landing Page ab

  • Er hat genügend Platz um sich herum

  • Er deutet nur auf eine einzige Aktion hin

  • Er kommuniziert, was nach dem Klick passiert oder wo er hinführt

  • Er behält sein Erscheinungsbild über die gesamte Website hin bei

5. Features

Nachdem der potentielle Kunde sich also entscheiden hat, Ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, sollten Sie sich darüber Gedanken machen, wie Sie ihn davon überzeugen, dass genau ihre Leistung die beste ist, was Sie besonders macht.


In dieser Sektion gehen Sie näher auf die Funktionen und Features ihres Produktes ein oder geben eine Leistungsübersicht ihrer Dienstleistung. Hier ist es angebracht auf das Alleinstellungsmerkmal einzugehen. Hier greifen rationale Begründungen. Der Kunde ist von der Dienstleistung oder dem Produkt in seiner Art und Weise überzeugt aber braucht rationale Gründe, sich genau für Sie zu entscheiden.


Dabei könnten sie so vorgehen, dass Sie zunächst das Problem oder Bedürfnis der Zielgruppe kurz herausstellen und im nächsten Satz dann beschreiben, wie Sie das Problem perfekt, also besser als die Konkurrenz lösen können.


Empfehlenswert an dieser Stelle sind auch Bilder oder Icons, die die verschiedenen Features und Leistungen bildlich gut darstellen. Im Bild unten sieht man, wie Websites, ein Websitebaukasten, das umgesetzt hat. Alles da: Logo, Headline, Subheadline, CTA-Button, Hero-Shot und unten dann die Features.




Tipp:

Es gibt verschiedene Aspekte, die in der Vorstellung ihrer Features relevant sind, hier noch einmal das Wichtigste:

  • Ihre Feature-/Leistungssektion folgt dem Schema: Problem - Lösung

  • Ihr Nutzerversprechen der Überschriften wir untermauert

  • Sie sprechen immer mit den Kunden, niemals über oder sogar gegen sie

  • Sie vermitteln sprachlich Hilfsbereitschaft und Unterstützung

  • Ihr Text ist gut leserlich und wird nicht überdeckt oder gestört (z.B. unpassende Farbe, ...)

  • Ihre Argumentation holt die Zielgruppe bestmöglich ab und behandelt ihre Probleme in dieser Sektion

6. Kundenstimmen und Social Proof

Sie haben bereits zufriedene Käufer und Kunden, die Sie weiterempfehlen würden? Dann gibt es nichts besseres als diesen Stimmen auf ihrer Landing Page die nötige Lautstärke und Reichweite zu verleihen.


Denn die Meinungen bestehender Kunden ("Testimonials") schaffen Vertrauen, also Social Proof. Es verhält sich genau so wie auf Amazon. Das Produkt mit den meisten positiven Bewertungen wird am meisten gekauft. Hier ist es dasselbe Prinzip.


Aber Finger weg von gefälschten oder gekauften Testimonials! Sie sind besser beraten, ihre Kunden nicht zu belügen, sondern eine offene und ehrliche Kommunikation und Kundenbindung zu etablieren. Ehrlich währt auch im Geschäftsleben am längsten.


Bestenfalls werden Testimonials zusammen mit dem Bild der entsprechenden Person, dem Namen, kurzum mit so vielen persönlichen Details wie möglich ergänzt, das fördert die Glaubwürdigkeit. Testimonials sollten unbedingt erklären, was dein Produkt oder deinen Service ausmacht und warum sie es so gerne nutzen. Diese Sektion korrespondiert im besten Fall wieder mit den Argumenten der Sektion „Features und Leistungen“.



Tipp:

Bei der Nutzung und Gestaltung vertrauensbildender Maßnahmen und Objekte auf der Landing Page sollten Sie folgendes beachten:

  • Glaubwürdigkeit ist das A und O

  • Je spezifischer, desto besser

  • Zur Zielgruppe passende bildliche Darstellung

  • Relevanz und Bekanntheit des Testimonials (egal ob Unternehmen oder Person)

  • Entsprechender Inhalt des Testimonials (übliche Probleme und Bedürfnisse der Zielgruppe und passende Lösung)

7. Weitere Elemente einer Landingpage

Wie zu Beginn erwähnt gibt es natürlich auch spezifischere Elemente, die sich je nach Unternehmen, Strategie und Landing Page differenzieren oder teilweise ganz fehlen. Schlussendlich ist es ihre Landing Page, sie entscheiden, was darauf gehört und Sie wissen auch was für ihre Zielgruppe am besten funktioniert.


1. Zertifikate und Auszeichnungen

Sie haben ein Gütesiegel, haben bestimmte Auszeichnungen erhalten? Geben Sie der Zielgruppe zusätzliche Sicherheit, indem Sie diese mit einbauen.


2. Datenabfrage

Ihr Ziel ist direkter Kundenkontakt? Dann könnten Sie ein Eingabefeld in Erwägung ziehen. Wichtig dabei: Abwägen zwischen der Menge an Daten, die sie gewinnen können und dem steigenden Risiko eines Abbruchs wegen zuviel geforderter Daten.


3. Termintool

Sie möchten ihre Termine automatisieren und ihre Conversion ist auch darauf ausgelegt? Dann können Sie es direkt mit einem Terminbuchungstool auf der Landing Page versuchen.


4. Social Media Buttons

Einerseits gut geeignet, dass sich die Besucher auch abseits der Landing Page ein Bild von ihnen und ihrer Expertise machen und sehen können, dass sie tatsächlich eine breite Masse in den sozialen Netzen ansprechen, andererseits führen sie von der eigentlich Zielseite weg, also wieder einmal abwägen angesagt.


5. Google Maps Feature

Für lokal oder regional agierende Unternehmen kann es Sinn machen, der Landing Page eine Karte mit Ihrem Standort hinzuzufügen. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: die Map sollte auf keinen Fall vom eigentlichen Conversion-Ziel ablenken.



Landing Page - ein absolutes Muss.

Folglich ist die Landing Page ein sehr effektives und zu recht viel genutztes Marketinginstrument und absolut empfehlenswert.


Wie bereits erwähntist es immer gut einmal darüber nachzudenken, jede einzelne Webpage einer Website als Landing Page zu betrachten, zu gestalten und dementsprechend zu optimieren.


Am Ende wird derjenige die Nase vorne haben, der


  • seine Zielgruppe mit ihren Wünschen und Problemen klar im Kopf hat

  • klar, deutlich und erkennbar kommuniziert

  • seinen Auftritt an die Zielgruppe anpasst

  • Aufmerksamkeit bei der Zielgruppe erzeugt

  • den Besucher in Richtung Conversion führt

Viel Erfolg bei dem Aufbau und der Überarbeitung ihrer Landingpage!


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Viel Erfolg beim Umsetzen.