Content ist King - mit den richtigen Inhalten überzeugen.

Aktualisiert: 27. Apr 2019

Inspiriert durch eine Frage einer unserer Kunden aus dem Immobilienbereich, den wir schon seit längerem erfolgreich betreuen und in verschiedenen Bereichen des Online Marketing beraten, soll es heute um das Thema Contenterstellung und Contentplatzierung gehen. Er meinte, für ihn ist das Konzept der Social Media Werbeanzeigen absolut einleuchtend, Gründe und Vorgehensweise für einen Funnel, Leadgenerierung, die Vorteile von qualifizierten Zielgruppen, machen für ihn absolut Sinn (und spiegeln sich natürlich auch in den Returns wieder). Doch was ihn eben stark beschäftigt ist das Thema "Marke". Wie wird man zur Marke, wie macht man sich einen Namen?


Unsere Antwort war eigentlich eine Gegenfrage: " Wer ist deine Zielgruppe? Wer sind deine Kunden?" Denn: Eine Marke werden bedeutet nicht nur, perfekte Qualität zu liefern. Eigentlich kann es sogar andersrum sein, hat man sich erst einmal einen starken Markenstatus erarbeitet, verschlechtert sich meist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch was bedeutet dann "eine Marke sein", wenn nicht nur gute Qualität?


Die Antwort findet man in dem - meiner Meinung nach nichtssagenden - Begriff "Zielgruppenbesitz". Dahinter versteckt sich eigentlich nur der Prozess der Kundenbindung, eine Beziehung zu deiner Zielgruppe aufbauen. Und womit funktioniert das am besten?


MARKEting.


Und so schließt sich der Kreis. Dass wir mittlerweile an dem Punkt angelangt sind, Marketing betreiben zu müssen, sollte jedem Leser hier unbedingt bewusst sein. Aber zurück zum Zielgruppenbesitz. Um sein Publikum an sich zu binden und zu erreichen, muss man es natürlich zunächst einmal kennen. Man sollte sich also immer, wirklich immer zuallererst Gedanken machen, was die jeweilige Nische ist. Sind es Privatkunden? Sind es Unternehmen? Studenten? Familien? Das Ganze kann natürlich vor allem im Immobilienbereich sehr stark vom Portfolio abhängen. Dennoch kann man seine Inhalte an das aktuelle Angebot adaptieren.


Der Schlüssel: Zielgruppengerechtes Marketing

Vor allem im Immobilienbereich ist eine ein ausgefeiltes Contentmanagement ein stärkeres Alleinstellungsmerkmal als in anderen Branchen, einfach weil die Themen Digitalisierung, alternative Marketingstrategien hier gerade erst ihre Eigendynamik bekommen. Aber lass uns das Ganze mal an einem Beispiel greifbar machen.


Du bist Immobilienmakler, hast trotz des starken Verkäufermarktes einige schöne Einzelappartments in deinem Portfolio, optimal eigentlich für Studenten, sich dort einzumieten. Deine Zielgruppe ist also bereits bekannt (das Ganze ist hier natürlich exemplarisch sehr simpel gehalten, um das Prinzip zu verdeutlichen). Die nächste Frage die sich dir stellt, ist natürlich, wo erreiche ich diese? Aushänge an der Uni? Ich selbst habe meine Hochschule noch ziemlich genau vor Augen und wenn ich dir eine Sache an's Herz legen darf: Solche Aushänge sind vergebene Mühen. Natürlich gibt es auch noch Alternative Möglichkeiten wie beispielsweise Flyer, ... . Aber dass klassische Offlinemedien - vor allem für diese Zielgruppe - eigentlich absolut irrelevant ist, haben wir und auch andere Agenturen und Quellen bereits hinlänglich belegt und ausgeführt.


Also sind es natürlich Onlinemedien. Welche Plattformen sich dann im Detail eignen ist zumindest in diesem Beispiel nicht sonderlich schwer zu recherchieren, unten ein Beispiel.



Wir sehen also, dass für uns höchstwahrscheinlich Plattformen wie Snapchat, Instagram, aber auch Facebook oder Youtube in Frage kommen. Dort hält sich die Zielgruppe auf, also sollten wir dort präsent sein, Beziehungen aufbauen. Doch was will die Zielgruppe sehen?


Was ist für einen Studenten oder bald Studenten relevant, wenn er auf Wohnungssuche ist, was spricht ihn an? Die Energiebilanz der Wohnung? Das Baujahr? Ich denke, wir sind uns einig, dass das nicht der Fall sein wird. Fotos vom Partyraum, von der Ausstattung, dem Grillplatz, den Bars und Clubs in der Nähe, etc. Das ist das, worauf man als "typischer" angehender Student wert legt. Wenn man sehr vernünftig ist, dann spielen möglicherweise auch noch Spül- und Waschmaschine eine Rolle.


Wenn es um das Format geht, kann man als Richtwert für die Effektivität folgendermaßen gliedern (absteigend):

  1. Livestreams

  2. Videos

  3. Bilder

  4. reiner Text

Sich etwas trauen ist die Devise, es muss nicht alles perfekt sein, es muss ein Gefühl transportieren, nicht die perfekte Aufnahme sein. Denn man kauft sehr viel mehr aus Emotion, als man sich selbst meist eingesteht. Und Beziehungen aufbauen funktioniert ohne Emotionen erst recht nicht.

  • Emotion

  • Einzigartigkeit

  • Entertainment

werden mit einem effektiven Contentmanagement optimal abgedeckt. Das Ganze beschreibt Gary Vaynerchuck in seinem Buch "Jab, Jab, Jab, right Hook" sehr praxisnah und detailliert. Wir haben das auch in einer Podcastfolge nochmal genauer unter die Lupe genommen.

Aber sehen wir uns doch noch ein anderes Beispiel an. Weg von den Studenten, hin zum Gewerbeimmobilienbereich, Commercial Real Estate. Andere Zielgruppe. Das wiederum bedeutet andere Plattformen, andere Inhalte, andere Formate. LinkedIn und Xing sind naheliegend. Aber schon mal über Podcasting nachgedacht, oder darüber, einen Blog zu starten? Denn was hat die Zielgruppe bestehend aus Entscheidern, Unternehmern und Managern tendenziell gemeinsam? Sie reisen viel, sind viel mit dem Auto, dem Zug oder im Flugzeug unterwegs, eher darauf bedacht, sich weiterzubilden oder zu netzwerken.


Wir persönlich sind auch absolute Podcast-Fans, es gibt mittlerweile eine enorme Auswahl an Themen wie Investment, Versicherung, Allgemeinwissen, Fremdsprachen, ... , was bedeutet, dass man sich auch im Immobilienbereich oder Gewerbeimmobilienbereich dort präsentieren und die Zielgruppe erreichen kann. Die größten Fehler beim Kauf einer Gewerbeimmobilie, Besonderheiten beim Thema Energieeinsparung, oder ähnlicher Mehrwert könnte in diesem Fall dann relevant sein. Das setzt natürlich für dich als Unternehmer eine relativ große Expertise in seinem Fachgebiet voraus.


Als Kickstart kann man zunächst mit anderen Podcastern kooperieren, eine Gastfolge anfragen, von der thematisch natürlich beide profitieren können, oder seinen Podcast oder auch Blog in seinen Marekting Mix integrieren und über bestehende Plattformen promoten. Das A und O ist schlussendlich immer die Präsenz auf verschiedenen zielgruppenrelevanten Kanälen.


Womit wir aktuell im Contentbereich viel arbeiten, sind Case Studies. Dabei nutzen wir unser Können oder bilden einen Prozess ab, der für einen Kunden gut funktioniert und dokumentieren diesen. Wir bei ADDOS setzen momentan einen Facebook und Google Funnel um, dokumentieren die Engagement Rates, Ergebnisse, Zielgruppen, Abschlüsse, ... mit Screenshots usw. . Die Ergebnisse werden dann aufbereitet, mit den Umständen und Hintergrundwissen ein ein E-Book verpackt und anderen potenziellen Kunden zugänglich gemacht. Somit zeigt man, wie der Prozess läuft und welche Ergebnisse in ähnlichen oder der gleichen Branche realistisch sind.


Natürlich kann man auch nur Teile eines Prozesses als Content nutzen und muss das nicht zwingend in ein E-Book umsetzen. Beispielsweise wäre eine kostenlose Mietpreisbewertung oder Kaufpreisbewertung eine Möglichkeit, Kontakt und Beziehung zum Kunden aufzubauen.


Fazit

Man kann sich in seinem Contentmanagment grob an 5 Fragen orientieren:

  • Wer? (deine Zielgruppe)

  • Wo? (die Plattform)

  • Was? (relevante Inhalte)

  • Wie? (das Format)

  • Wann? (Tageszeit/Saison/..)

Doch alles in allem muss man sich eines immer bewusst sein, ein Markenaufbau und Beziehungsaufbau dauert lang, sehr lange sogar. Deshalb sind Kontinuität, Regelmäßigkeit und Geduld unabdingbare Faktoren, die man immer im Hinterkopf haben sollte.



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Viel Erfolg beim Umsetzen.